Rudolf Schweickhardt

Rudolf Schweickhardt

* 24.01.1947
† 12.10.2013 in Stuttgart
Erstellt von Eßlinger Zeitung
Angelegt am 15.10.2013
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Kondolenzen (41)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

LETZTE WORTE

04.03.2017 um 17:51 Uhr von B:S:

DAS HABE ICH ENTDECKT -

 

 

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,

So weint mir keine Träne nach;

Denn wo ich weile, dort ist Frieden,

Dort leuchtet mir ein ew`ger Tag!

 

Wo aller Erdengram verschwunden,

Soll euer Bild mir nicht vergehn,

Und Linderung für eure Wunden,

Für euern Schmerz will ich erflehn.

 

Weht nächtlich seine Seraphsflügel

Der Friede übers Weltenreich,

So denkt nicht mehr an meinen Hügel,

Denn von den Sternen grüß ich euch!  

 

 

            ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF 

Kondolenz

Zum Thema Trauer - es braucht einfach seine Zeit .....

20.02.2017 um 18:08 Uhr von b.s.

Die Brücke der Trauer

 

Lb. Rudi,

 

lange stand ich vor der schmalen Holzbrücke, die sich mit ihrem sanften Bogen spiegelte. 

Es war eine Brücke zum Hin- und Hergehen, hinüber und herüber. Einfach so, des Gehens wegen und der Spiegelungen. 

Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber. Hinüber, dorthin, wo ich mit Dir war. Alle die Jahre des gemeinsamen Lebens.... 

Und dieses Hin- und Hergehen ist wichtig. Denn da ist etwas abgerissen. Die Erinnerung fügt es zusammen, immer wieder. Da ist etwas verloren gegangen. Die Erinnerung sucht es auf und findet es. Da ist etwas von einem selbst weggegangen. Man braucht es. Man geht ihm nach. 

 

Man muss es wiedergewinnen, wenn man leben will. Man muss das Land der Vergangenheit erwandern, hin und her, bis der Gang über die Brücke auf einen neuen Weg führt.

 

HDL Brigitte 

Kondolenz

Du fehlst uns einfach ... lb.Rudi/Papa

28.01.2017 um 11:33 Uhr von b.s.

Du bist nicht tot

Du bist nicht tot,
sondern nur untergegangen wie die Sonne.
Wir trauern nicht über einen,
der gestorben ist,
sondern wie über einen,
der sich vor uns verborgen hält.
Nicht unter den Toten suchen wir dich,
sondern unter den Seligen des Himmels.

(Theodoret von Kyros)

Kondolenz

Zum 1. Advent

27.11.2016 um 12:02 Uhr von B. S.

Lieber Rudi:

EINE SCHÖNE GESCHICHTE FÜR DICH ZUM 1. ADVENT 

... ein Licht soll dir leuchten bis in die Ewigkeit ....

.... zur Erinnerung an Deine Lebenszeit....

HDL ganz fest deine Brigitte 

... machs gut da oben - bin auch dann da - wenn meine Zeit gekommen ist.....

 

Der linke und der rechte Flügel 

Es war einmal ein kleiner Engel im Himmel, der den unwiderstehlichen Wunsch empfand, sich mit seinen Flügeln nicht nur schützend über die Menschen zu stellen. Er wollte selber auf ihren Wegen und Straßen gehen, einer von ihnen werden. 
Eines Tages sah er auf der Erde eine eben erblühte Mohnblume. Da schien es dem jungen Engel, als habe er im Himmel noch nie ein solches Rot gesehen. Seine Sehnsucht, den feurigen Mohn aus nächster Nähe zu betrachten, wuchs mit jedem Tag. 

So trat er vor Gottes Angesicht und bat: “Lass mich bitte auf die Erde, lass mich doch ein Mensch unter Menschen werden.“ Sogleich trat ein weiser Engel hinzu und entgegnete: „ Weißt du auch, dass es auf der Erde nicht nur Sonne und Blumen gibt? Es gibt Stürme und Unwetter und allerhand Ungemütliches.“ „Ja“, erwiderte der kleine Engel, „ das weiß ich wohl. Doch sah ich auch einen Menschen, der hatte die Kraft, einen großen Schirm aufzuspannen, so dass zwei Menschen darunter Platz hatten und es schien mir, den Beiden könnte kein Unwetter etwas anhaben.“
Da lächelte Gott dem kleinen Besserwisser zu. 

Die Zeit verging, und eines Tages erschien das junge Wesen erneut vor dem Thron Gottes. „ Ich habe mir noch mehr angesehen von der Welt. Es drängt mich mehr und mehr hinunter.“ 
Wieder trat der erhabene Engel vor und belehrte ihn: „Weißt du auch, dass es Nebel und Frost gibt und eine Unzahl verschiedener Arten von Glatteis auf der Erde?“ 
Da antwortete der kleine Engel: „ Ja sicher weiß ich um die Gefahren, doch sah ich auch Menschen, die teilten ihre warmen Mäntel. Und andere Menschen, die gingen bei Glatteis Arm in Arm.“ 
Erneut lächelte Gott dem himmlischen Erdenträumer zu. 

Als wieder einige Zeit vergangen war, trat der kleine Engel zum dritten Mal in die Gegenwart Gottes und flehte: „Bitte, lass mich ein Mensch werden. Der Mohn blüht dort unten so unbeschreiblich rot. Mein Herz ist voll Sehnsucht nach diesem Feuer.“
Schon wieder trat der erhabene Schutzengel dazwischen. „Weißt du denn nicht, wie schnell diese Art von Blumen welkt, dass sie zerbrechlich und verwundbar sind?'
„Bestimmt, und ich weiß auch um die Sterblichkeit. Trotzdem gibt es kein roteres Rot in der Welt und in meinem Herzen. Es lässt mir keine Ruhe mehr.'
Nun entsprach Gott dem Wunsch des unruhigen Geistes. Doch gemäß alter Tradition, musste dieser einen seiner beiden Flügel an der Himmelspforte abgeben.

Und so kam es, dass der kleine Engel auf der Erde die Suche nach seinem feurigen Mohnfeld etwas schwerfällig und mit Linksdrall begann. Der Weg führte ihn durch die weite Welt. Ständig wurde er aufgehalten; die Erde schien auf einmal nur noch aus Stürmen und Ungemütlichem zu bestehen. Je verzweifelter er suchte, umso mehr Unverständnis und Ablehnung fand er vor. Niemand wollte mit dem unerfahrenen Engel gemeinsame Sache machen; keiner spannte für ihn einen großen Schirm auf und einen wärmenden Mantel bekam er schon gar nicht. Waren etwa das flammende Rot der Mohnblume und all die guten Menschen auf der Erde bloß eine optische Täuschung aus dem Jenseits gewesen?

Doch das Verlangen war stärker als die Zweifel. Obwohl es aussichtslos schien, blieb er seiner Sache entschlossen treu. So gelangte er eines Tages müde an den Rand eines Abgrundes. In der Ferne entdeckte er, jenseits eines gewaltigen Flusses, sein ersehntes Mohnfeld. Ein derart festliches Rot hatte er nun wirklich noch nie gesehen! Er meinte, das Blut von Mutter Erde vor sich zu haben. Der alt gewordene kleine Engel weinte vor Freude und Trauer zugleich, denn er musste einsehen, dass er diesen Graben ohne fremde Hilfe niemals würde überqueren können.

Während er vor sich hintrauerte, gesellte sich ein Wanderer zu ihm und gemeinsam bestaunten sie den unbeschreiblich glühenden Horizont. Gezeichnet von den Stürmen des Lebens überlegte der Engel: „So müsste denn wohl die Farbe der Liebe sein.' „Ja, aber weißt du denn nicht, wie schnell diese Art von Blumen welkt, dass sie verwundbar und zerbrechlich sind?', hörte der ehemalige Himmelsbewohner seinen Begleiter flüstern. Und der Mensch, der einmal ein Engel gewesen war, erinnerte sich plötzlich an all das, was er einmal selber im Angesicht Gottes behauptet hatte: „Ja, ich weiß um ihre Sterblichkeit. Trotzdem gibt es kein roteres Rot in der Welt und in meinem Herzen. Diese Blumen sind wie die Liebe. Mag das Äußere auch verwelken, ihr Rot bleibt in meiner Seele.'

Da blickten sich die beiden Wanderer ins Gesicht. Sie erkannten den letzten Funken Himmelslicht in den Augen des anderen. Und mit einem Schlag wussten sie, woher sie kamen, wozu sie gewandert und wohin sie noch unterwegs waren. Sie entdeckten auch, dass jeder von ihnen bloß einen Flügel besaß. Voller Freude umarmten sie sich. Ein Wunder geschah: Gemeinsam konnten sie fliegen, gelangten sogar zum feurigen Mondfeld und noch viel weiter...

So sind auch wir Menschen wie Engel mit nur einem Flügel. Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir einander umarmen.

 

 

Kondolenz

ZU ALLERHEIIGEN MEINE GEDANKEN.....

01.11.2016 um 12:41 Uhr von B.s.

Ein Gedicht dazu - lb. Rudi/Oma Melanie ....

Allerheiligen - Allerseelen

Kerzenlicht auf Marmorsteinen,
wo manche um ihr Liebstes weinen.
Sie stehen still in sich gekehrt,
am Tag, an dem man Tote ehrt.

Mit ehrfurchtsvollem Schweigen,
vor Chrysanthemen, Fichtenzweigen,
erweist man denen den Respekt,
die von der Erde zugedeckt.

Seiner Ahnen zum Gedenken,
will man heut die Augen senken.
Für die Menschen die hier ruh’n,
Christenpflicht am Nächsten tun.

Kinder legen Blumen nieder,
denken an die Eltern wieder.
Sie sprechen leise ein Gebet,
wo in Stein ihr Name steht.

Weihrauchduft zieht durch die Reihen,
weil Priester nun die Gräber weihen.
so mancher denkt jetzt still bei sich,
irgendwann, trifft es auch mich. 

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